Medienhinweise

Am 14.3.2019 in der Reihe Menschen hautnah: „Heute euphorisch, morgen depressiv - Arno ist bipolar“ im WDR Fernsehn.

Arno W. leidet an einer bipolaren Störung – seine Stimmung schwankt zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Seit mehr als 15 Jahren stellt die Krankheit sein Leben immer wieder komplett auf den Kopf.

43:32 Min.. Von Pia Huneke und Yves Schurzmann.

„… eine tiefe Traurigkeit hatte sich über mich gelegt.“

Madlén Bohéme bloggt unter www.madlenboheme.com über ihre Depression und andere Themen

Wann und woran hast du gemerkt, dass es Dir nicht gut geht?

In meiner Jugend selbst wusste ich überhaupt nicht, was mit mir los war. Ich hatte sehr viel Angst mit Panikattacken, die mich aufzufressen drohten. Ich war sehr in mich zurückgezogen, spielte aber nach außen den Clown. Ich fühlte mich oft bei der Bewältigung des Alltags gelähmt; eine tiefe Traurigkeit hatte sich über mich gelegt. Erst im Nachhinein ist mir bewusst geworden, dass es sich bereits um eine Depression gehandelt hat.

Wann hast du letztendlich Hilfe gesucht und was hat Dir geholfen?

Ich habe mir selbst erst mit 23 Jahren dann Hilfe in Form einer Psychotherapie geholt. Die Therapie hat mich sehr unterstützt. Des Weiteren habe ich mit Yoga und Meditation begonnen und langsam ein positives Verhältnis zu mir und meinem Umfeld aufgebaut z.B. durch Sport und Ernährung. Gesundsein ist ein ganzheitlicher Prozess, genauso wie gesund bleiben. Gut zu mir zu sein, meine Bedürfnisse zu erfühlen - das sind sicherlich die wichtigsten Lernprozesse gewesen.

Was empfiehlst du anderen jungen Menschen?

Wenn du eine Erkältung hast, gehst du auch zum Arzt. Nur weil man eine Depression nicht anhand von „äußeren Merkmalen“ sehen kann, ist sie trotzdem da. Dir aktive Hilfe zu suchen, ist der mutigste Schritt, den du gehen kannst. Denn das Leben ist es Wert, gelebt zu werden.

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