Depression stellt für das familiäre und soziale Umfeld eine hohe Belastung dar. Das zeigt das zweite Deutschland-Barometer Depression, welches die Stiftung Deutsche Depressionshilfe diese Woche gemeinsam mit der Deutsche Bahn Stiftung auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt hat. Für die Studie wurden 5.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

Winterblues oder Herbstdepression – Wie erkenne ich, ob ich an einer behandlungs-bedürftigen Depression leide?
Hegerl: Die sogenannte Saisonal Abhängige Depression ist eine eher seltenere und meist weniger schwere Unterform der Depression. Nur ca. zehn Prozent aller Depressionen in den Herbst- und Wintermonaten entfallen darauf. Von einer Saisonal Abhängigen Depression spricht man, wenn jemand wiederholt nur in den Herbst- und Wintermonaten in eine Depression fällt und diese zwei Besonderheiten aufweist: Es bestehen keine Ein- und Durchschlafstörungen, wie bei der typischen Depression, sondern eher eine erhöhte Schlafneigung. Außerdem kommt es bei der Saisonal Abhängigen Depression zu vermehrtem Appetit und nicht wie sonst bei der Depression zu Appetitmangel.

Große Resonanz fand der Vortrag mit Prof. Klaus von Stosch von der Universität Paderborn am 14. Juni in der LWL-Klinik Paderborn. Fast 100 Interessierte folgten der Einladung des Paderborner Bündnisses. Theologieprofessor von Stosch beleuchtete in seinem Vortrag – Psychische Erkrankung – kein Gottesurteil? Wie kann Gott angesichts des Leidens auf der Welt gut und allmächtig sein? –, aus christlicher Perspektive, das Problem des Leidens in der Welt angesichts eines guten und allmächtigen Gottes.

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